Hallo Thorben
Fertigt man für eine Lochkamera eine Blende an, ist für eine möglichst gute Abbildungsleistung darauf zu achten,
dass das Loch in ein möglichst dünnes Material angebrachte wird und das Loch kreisrund ist.
Ich habe mir von Auge am Objektiv, Laowa 25mm, die Blende beim Öffnen angeschaut.
Ihre Form ist nahezu kreisrund, also sehr gut, jedoch ist der Durchblick (Durchmesser) schon begrenzt,
bevor am Blendenring die Endstellung (Blende 2.8) erreicht ist.
Dies könnte bedeuten, dass bei Blende 2.8 nicht die Lamellen der Blende die Öffnung begrenzen, sondern irgend ein kreisrundes Fassungsteil,
das vermutlich nicht so dünn ist wie die Blendenlamellen und so nicht für ein optimales Bild sorgt.
Bei meinem Laowa 25mm sieht man gut, dass die Lamellen den Durchmesser begrenzen, wenn die Blende von ganz offen, minim geschlossen wird,
so dass der weisse Strich nicht über der Zahl 2.8 steht, sondern etwas rechts daneben.
Ich habe andere Objektive nach diesem Kriterium untersucht.
So ist es z.B. beim Rodagon 25mm ebenfalls so, dass die Öffnung wenn sie ganz offen ist, absolut kreisrund ist
und erst bei leichtem Schliessen zu einem bauchigen Fünfeck wird.
Bei meinen Fotoobjektiven ist es ebenfalls so.
Lediglich beim Zeiss Luminar 40mm ist bei offenster Blende ein sichtbares, bauchiges Achteck zu erkennen,
eventuell auch beim Luminar 16mm (jedoch sehr schwierig mit Sicherheit zu erkennen).
Blendet man all diese Objektive um etwa 1/3 Blende ab, wird der Bildkreis klar erkennbar durch die Blende begrenzt.
Ich korrigiere somit meine Äusserung:
"Es schadet somit nicht, wenn auch ich in Zukunft, beim Laowa 25mm die Blende 4 verwende."
zu
Ich werde aus diesm Grund in Zukunft zur Sicherheit, all meine Objektive um mindestens 1/3 bis 1/2 Blende abblenden.
Ich kannte bis jetzt diese Situation nicht, da man in der verkleinernden Fotografie,
die offenste Blende aus anderen Gründen fast nie gebraucht,
deshalb vielen Dank Thorben.
Kurt