Hallo Heike,
ja klar, das sind Kristalle aus Sublimation/Resublimation. Das Fotografieren ist immer tricky. Mit "Wolfgangs Öfchen" habe ich das meist so gemacht, dass ich die jeweilige Substanz auf ein Stückchen AL-Folie ins Öfchen gelegt habe und dann, wenn ich dachte, es reicht, oben einen OT darauf gelegt. Der OT fängt dann an der Unterseite die Kristalle auf. Kann man meistens ganz gut beobachten.

Allerdings sollte der OT auch nicht zu lange auf dem Öfchen liegen, sonst wird er zu heiß und die Substanz sublimiert wieder und ist dann wech.
Bei einer Heizplatte mache ich das ähnlich. Die Substanz kommt in eine Petrischale und darauf dann der OT. Nur Krümel verwenden, sonst entsteht schnell ein Wildwuchs.
Bei mir sah das dann so aus:

Den OT kann man in der Mitte kühlen, indem man eine 8er-Mutter darauf legt, oder etwas Wasser darauf tropfen lässt.
Nachher kann man den OT umdrehen und gleich unter dem Mikroskop anschauen.
Man kann natürlich auch die Petrischale direkt unter das Mikroskop legen. Da ist oft auch einiges Sehenswertes zu finden.

Die Steigerungen wären dann Drähte oder Ähnliches, wo sich die Kristalle abscheiden können.
Aber das hast du ja bei der Gelbflechte schon in Perfektion gezeigt.
Generell sind die Temperatur und die Zeiten die Stellschrauben für gutes Gelingen.
Für die Farbe könntest du noch Retarder/Verzögerer verweden (z.B. CD-Hüllen-Teile) oder wenn es ans Mikroskop passt, vielleicht entsprechende Filter.
LG
Michael