Hallo Kurt, hallo Heike,
geht man näher ran, sehen die Tierchen mit ihrer "Löwenmähne" an Kopf und Halsschild durchaus spektakulär aus (Borkenkäfer (Buchdrucker)).
Teufelchen sind sie eigentlich "nur" für die Forstwirtschaft. In einem natürlichen Wald befallen sie kranke oder gestresste Bäume, nicht den ganzen Bestand wie in einer forstlichen Monokultur. Die Dürrejahre haben die flach wurzelnden Fichten massiv geschwächt und sie konnten sich nicht mehr mit Harzfluss gegen die (wegen der Wärme) auch extrem zahlreichen Borkenkäfer wehren. Gesunde Bäume können sich normalerweise wehren und werden nur bei einem Massenangriff überwältigt.
Ökologisch sind Borkenkäfer ein natürlicher Teil des Ökosystems, sie schaffen Lichtungen mit Totholz.
Borkenkäfer haben auch eine ausgefeilte Kommunikation über Pheromone. Die im Frühjahr zuerst ausfliegenden Männchen können kranke Bäume riechen. Haben sie einen gefunden, locken sie mit Pheromonen erst weitere Männchen und dann Weibchen an. Ist der Baum voll besiedelt, werden weitere Borkenkäfer mit einem anderen Pheromon abgewiesen.
Die Männchen sind polygam und bauen für ihre (2-3) Weibchen so genannten "Rammelkammern".
Ich habe den ganzen Kram vor Jahren mal recherchiert, wenn ich mit diesem Text für dieses Forum übers Ziel hinausgeschossen bin, Heike, dann lösch es einfach wieder.
LG Uwe